Als
Konami auf der diesjährigen E3 erstmals das Erscheinen von
Silent Hill Origins für
Sonys PSP bestätigte, waren viele überrascht, dass es sich dabei nicht um ein einfaches Remake des ersten Teils der Serie, sondern um einen völlig neuen Titel, dessen Story vor dem Serien-Debüt angesiedelt ist, handelt. Nachdem nun einige Zeit vergangen ist, hat
Eurogamer William Oertel, den Producer des Titels, im Interview, dessen Inhalt gewiss einige eurer Fragen zum
Action-Adventure beantworten wird.
Natürlich konnte Oertel die Fans verstehen, die auf eine Neuauflage des ersten Silent Hill-Titels, welcher noch auf der PS one erschien, hofften, denn eine bessere Grafik hätte dem Titel gewiss gut zu Gesicht gestanden und dennoch entschied sich das Team für etwas Neues. Denn mit Hilfe von Silent Hill Origins sollen dem Spieler neue Informationen rund um die Serie gegeben und eine ganz neue Spielerfahrung vermittelt werden. Genau wie Silent Hill 2 soll Silent Hill Origins ebenfalls psychologische Aspekte berücksichtigen.
Von
Climax, dem Entwicklerteam, welches durch eine große Menge an Handheld-Projekten schon viel Erfahrung gesammelt hat, ist Oertel mehr als nur überzeugt. Um jedoch Fans, die sich aufgrund der Story Sorgen gemacht haben, zu beruhigen, deutete er darauf hin, dass die enorm verworrene Hintergrundgeschichte weiterhin unter der Obhut des japanischen Teams steht und dass der Soundtrack auch wieder aus der Feder von Akira Yamaoka stammt.
Das Action-Adventure greift die wahre Geschichte der Stadt auf und wird den Sinn einiger aus späteren Titeln bekannten Personen erläutern. Daher werdet ihr auch einige Personen wieder sehen, die euch bekannt sein sollten, obwohl ihr sie zu einem früheren Zeitpunkt kennen gelernt habt. Letztendlich wird so die eine oder andere vorhandene Story-Lücke gefüllt. Fans der Serie werden feststellen, dass sich die Story auf einer sehr emotionalen und psychologischen Ebene verbindet.
Hauptcharakter des Spiels ist ein korpulenter Trucker mit dem Namen Davis O’ Grady, der sich, wie alle anderen auch, auf seinem normalen Weg plötzlich in Silent Hill wieder findet. O' Grady wird von Perversionen seiner Einbildung geplagt, die seine früheren Erlebnisse widerspiegeln. So bleibt ihm neben dem schnellstmöglichen Verlassen der Stadt nichts anderes übrig, als der Wahrheit hinter seinen Halluzinationen auf den Grund zu gehen. Als O' Grady nach einer merkwürdigen Halluzination im Krankenhaus aufwacht, sieht er eine weibliche Erscheinung im Spiegel, welche etwas von hinten auf diesen zeichnet.
Der Hauptcharakter ist kein typischer Superheld, sondern eine Durchschnittsperson mit Problemen. Sein Trauma fügt ihm innerlich Schaden zu, doch als Trucker ist er körperlich stark, was sich auch im Gameplay bemerkbar macht. Laut Oertel sieht er die Situation und braucht keinerlei Erklärung - nach dem Spiel ergibt alles einen Sinn. Die Kamera in Silent Hill Origins wird das Geschehen ähnlich wie in Resident Evil 4 schräg über die Schulter verfolgen, da sonst das Höchstmaß an Spannung nicht erreicht werden könne.
Um ein bisher nicht dagewesenes Gefühl von Isolation zu erzeugen, wird es das neue "Barricade System" geben, welches es euch erlaubt Türen oder Ähnliches mit Hilfe von Gegenständen vor feindlichen Eindringlingen zu verschließen. Zu den eingeschränkten Audio-Möglichkeiten versicherte Oertel, dass auch der Kopfhörer-Sound den Spieler tief ins Geschehen entführt und ihn nicht loslässt.
Oertel bestätigte, dass sich lediglich ein Drittel des Spiels in der bekannten Umgebung um Silent Hill abspielt. Zwei Drittel werden hingegen in vier komplett neuen Umgebungen, wie einem Heim und einer Metzgerei stattfinden. Sehr interessant wird wohl auch die Tatsache sein, wie das Team den Ursprung der Monster erklärt, ohne die die Serie wohl nicht so viele Anhänger hätte.
Dieses Weihnachten soll Silent Hill Origins dann bei uns zu haben sein.