Portal | Wii | GameCube | Nintendo DS | Game Boy | PlayStation 3 | PlayStation 2 | Sony PSP | Xbox 360 | Xbox || Blogs | Chat | Forum
Sony PSP » Tests » D » Der Herr der Ringe: Taktiken

Der Herr der Ringe: Taktiken

-> Drucken Spiel-Infos ein-/ausblenden...
Nachdem die letzten Schritte gelaufen wurden, geht es direkt über zur Kampfphase. Hier bietet euch Herr der Ringe: Taktiken eine ganze Reihe an Möglichkeiten. Bis zum ersten Aufeinandertreffen bekämpft ihr eure Feinde mit Fernangriffen, die fast jeder Spielfigur zur Verfügung stehen. Auch hier macht es teilweise einen großen Unterschied, wer Pfeil und Bogen in die Hand nimmt und ob er zum Beispiel auf einer Anhöhe steht. Nebenfiguren wie Elben, die Reiter von Rohan oder auch Warge müssen dabei mit Standardangriffen auskommen, wo hingegen die Helden beider Seiten eine weitaus größere Auswahl an Möglichkeiten haben. Hier dürft ihr nämlich eure zuvor gekauften Spezialattacken einsetzen, welche von Doppelangriffen, über Vergiftung, bis hin zu Zaubersprüchen reichen. So spielt ihr dann eure Runden runter, in der Hoffnung, zum Schluss siegreich in die nächste Schlacht ziehen zu dürfen.
 
Die Steuerung geht dabei recht gut von der Hand, und dank der Schultertasten könnt ihr zum Beispiel Ziele, die sich in Reichweite befinden, einfach und bequem auswählen. Taktisch ist dieser Titel auf jeden Fall und reichlich Upgrades für eure Helden lassen euch immer wieder neue Attacken ausprobieren. Doch hier und da scheint es dem Spiel an Tiefe zu mangeln, da es hauptsächlich darauf ankommt, die Angriffe auf einen Gegner zu fokussieren. Aber da Fernangriffe ihr Ziel auch mal verfehlen können und Nahkampfangriffe nicht nur blockiert, sondern ab und zu mal gekontert werden, gibt es immer  wieder mal Überraschungen, sowohl positive, als auch negative.  Kritische Treffer tragen ihren Teil dazu bei, damit nicht alles vorhersehbar ist. Dank der Möglichkeit, dass Gelände zu seinem Vorteil zu nutzen, ist es ratsam, angeschlagene Einheiten zum Beispiel hinter eine Mauer zu stellen oder Bogenschützen auf Anhöhen zu positionieren.
 
Wer aber lieber gegen Freunde antreten möchte, kann mit bis zu drei anderen Spielern per WLAN in die Schlacht ziehen. Dabei hat der Host die Möglichkeit verschiedene Regeln für das Match zu erstellen. Ihr müsst euch dann nur noch entscheiden, mit welchen beiden Helden, wobei dazu auch die Hauptcharaktere der dunklen Seite zählen, ihr kämpfen wollt. Damit es nicht zu langweilig wird, bekommt ihr noch einige unterstützende Figuren an die Seite gestellt. Auf diese Weise ist die gegnerische KI nur durch das taktische Geschick eurer Mitspieler begrenzt, was dem Multiplayer ein wenig mehr Tiefe verleiht.
 
Gut in Szene gesetzt
Die Präsentation ist über jeden Zweifel erhaben. Schon im Startmenü gibt es orchestrale Klänge zu bewundern, was sich auch durch das ganze Spiel hindurch fortsetzt. So wirken alle Schlachten gleich noch einmal so dramatisch und ihr fühlt euch noch mehr ins Spielgeschehen hinein gezogen, wenn ihr im Hintergrund zur Musik auch noch Schreie, zischende Pfeile und klirrende Schwerter hört. Sprachausgabe werdet ihr aber vergebens suchen, so kommt ihr wohl nicht daran vorbei, die Missionsziele selbst durchzulesen. Auch innerhalb der Kämpfe klingt die Geräuschkulisse zwar recht gut, aber mehr als Schmerzensschreie oder den Jubel über den Sieg bekommen eure Helden nicht über die Lippen.
 Autor:
Martin Jungwirth
Testbericht
Zur Screengalerie
Screenshots:
Leserwertung:
-