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Lemmings

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Ganz kreative Köpfe unter euch freuen sich über den Leveleditor. Damit scheint das Wuseln schließlich nur noch gemessen an eurer eigenen Fantasie nie mehr enden zu wollen. Ihr positioniert anfangs das Tor, aus dem die Lemminge fallen, und habt Zugriff auf scheinbar unendliche Konstruktionen: Mauern, Bäume, Säulen, Fallen und vieles mehr. Also warum entwerft ihr nicht einfach einmal einen eigenen Parcours und lasst eure Freunde versuchen, diesen zu lösen? Auch in Zukunft wird es also mit Sicherheit nicht so schnell langweilig, da es nicht nur unter euch bestimmt schon fleißige Levelkonstrukteure gibt, die nur auf so einen Editor gewartet haben.
 
Nie mehr allein
Damit auch andere Freude an Lemmings haben, bringt das Spiel eine Game Sharing-Funktion mit, die es euch erlaubt, die Level mit euren Freunden zu teilen. So schafft ihr es garantiert, schnell auch andere mit der süchtig machenden Wuselei anzustecken. Habt ihr es dann wirklich geschafft, alle Stufen zu meistern, hört der Spaß noch lange nicht auf. Im Internet stehen nämlich bereits die ersten Downloads für euch bereit, deren Level-Updates nur darauf warten, von euch gelöst zu werden. Diese saugt ihr euch ganz bequem per Infrastruktur-Modus vom Server und schon geht es weiter.
 
Wie niedlich
Man hat wohl ganz bewusst darauf verzichtet, dem Spiel einen 3D-Look aufzuzwingen und so wuseln die Lemminge auch weiterhin in 2D über den Bildschirm. Dabei ist das Treiben wie immer recht putzig in Szene gesetzt worden. Eure Schützlinge sind gut animiert und bewegen sich vorbildlich flüssig. Wenn man sich einmal die Zeit nimmt, ihnen bei der Arbeit zuzusehen, fällt einem die Liebe zum Detail auf. Nehmen eure Lemminge zum Beispiel die Spitzhacke in die Hand, ist es natürlich Pflicht, das sie auch einen Helm aufsetzen. Manchmal ertappt man sich auch selbst dabei, wie man den kleinen Wuselköpfen beim virtuellen Ableben zuguckt, wenn sie in immer wieder neue Fallen wandern. Die Level wirken dank des hochauflösenden Bildschirms gestochen scharf und lassen so jede Kleinigkeit genau erkennen. Die Hintergründe präsentieren sich zudem als einziges Element in schicker 3D-Optik, was sich aber erstens kaum belastend auf die erfreulich kurzen Ladezeiten auswirkt und zweitens auch nicht störend wirkt, wenn man im Vordergrund hektisch versucht, das Ziel zu erreichen.
 
Der Sound wurde ein wenig überarbeitet, was vor allem bei der Musik durchaus positiv zu bewerten ist. Sicher fehlt dem Spiel jetzt etwas Nostalgie, aber Spieler jüngeren Jahrgangs werden dafür nicht durch uraltes Gedudel abgeschreckt. Die Soundeffekte sind dennoch putzig wie eh und je. So jubeln die kleinen Protagonisten, wenn sie das Ziel erreicht haben, jammern wenn sie ins Wasser fallen, oder ihr bekommt zu hören, wenn sie aus zu großer Höhe das Zeitliche segnen. Weder Grafik noch der Sound bringen die PSP nur annähernd an ihre Leistungsgrenze, aber es reicht, um dem Spieler das Treiben mehr als stimmig zu vermitteln.
 Autor:
Martin Jungwirth
Testbericht
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