Toll ist auch, dass ihr euch diverse Ränge aneignen könnt. So gibt es einige Minispiele in Tales of Eternia zu entdecken, wie beispielsweise ein sehr spaßiges und zugleich forderndes Spiel mit einem riesigen Ball, der mitten auf einer quadratischen Spielwiese herumkullert. Ziel ist es, das Teil auf den Gegner zu schießen, indem ihr kleine blaue oder rote Items aufsammelt, die auf dem Boden verstreut sind. War das Item blau, leuchtet ein blauer Ring um euren Helden, hatte der Gegner vorher ein blaues Item gesammelt, wechselt sich seine Farbe zu rot. Der Ball verändert ebenfalls seine Farbe - mal ist der Ring unter dem Ball blau, mal ist er rot gefärbt. Drückt ihr nun den Aktionsknopf, schleudert ihr den Ball entsprechend eurer Position, aber nur, wenn die Farbe eures Helden und des Balls unterschiedlich ist. Öfters wechselt die Farbe im entscheidenden Moment. Drückt ihr dann, wenn der Ball dieselbe Farbe am Boden anzeigt wie an eurem Helden, wird der Ball nicht von euch weg, sondern auf euch zu geschleudert - in den meisten Fällen überrollt ihr euch damit selbst. Somit ist das kleine Minispiel ziemlich taktisch aufgebaut, denn gewonnen hat nur der, der dreimal hintereinander den Gegner überrollt hat. Wurde der Gegner schon zweimal getroffen und ihr noch gar nicht, kann man es sich ganz leicht machen und zu ihm rennen, durch gleiche Farbe den Ball anziehen und sich selbst samt Kontrahenten ausschalten - so geht es am schnellsten. Oder aber man tauscht öfters die Farben des Kontrahenten durch sammeln derselben Farbe aus, sodass dieser aus Versehen Selbstmord begeht. Habt ihr drei Matches gewonnen, könnt ihr euch fortan Master Roller nennen. Andere Minispiele sind beispielsweise in der Universität zu finden, wo man Fragen beantworten muss wie: „Wie heißt das Maskottchen von Namco?“. Oder aber ihr nehmt im späteren Spielverlauf an einem Theaterstück als Zuschauer teil, was aber mächtig ins Geld geht.
Rollenspiele ohne Beschwörungen sind wie Pommes ohne Ketchup
Natürlich dürfen auch in Tales of Eternia Kreaturen beschwört werden. Diese heißen zwar nicht Guardian Forces oder Bestia, wie man das aus dem Genre-Kollegen Final Fantasy kennt, sondern nennen sich Craymels, bewirken aber genauso effektvolle und zugleich verheerende Zauber auf der Mattscheibe. Diese Elementarwesen treiben die Story voran und helfen euch weiter, nicht zuletzt dank ihrer äußerst großen Macht.
Zur audiovisuellen Präsentation
Tales of Eternia kann mit einer zuckersüßen Grafik begeistern. Daran sind nicht nur die gezeichneten Hintergründe beteiligt, sondern auch die knuddeligen Charaktere im Chibi-Stil. Einige nette Effekte haben es auch auf die vorberechneten Hintergründe geschafft, so seht ihr euch selbst im Spiegel bzw. im Wasser oder werdet vom Boden reflektiert. Etwas negativ fallen jedoch die Kampfhintergründe auf, bei denen man die einzelnen Pixel deutlich abzählen kann, ebenso sind Fehler in den Bitmaps zu finden, wie kleine Streifen oder farbliche Unpässlichkeiten. Zudem ist die Weltkarte zwar 3D, aber nur ein Mittel zum Zweck. Da hat die PlayStation Portable natürlich deutlich mehr auf dem Kasten. Dafür merkt man dem Spiel keine Ladezeiten an, auch wenn man die UMD im Laufwerk einige Male rotieren hört. Und schließlich könnt ihr euch an den tollen Zwischensequenzen erfreuen, welche nicht nur synchronisiert sind, sondern hinsichtlich Animation auch mit aktuellen Animes mithalten können.